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Eine PR-Agentur geht auf Reisen

Workation.de Erfahrungsbericht Nina Strass-Wasserlof

Ich gebe zu, ich war skeptisch. Ein Monat fern von Wien, meinen Kunden, meinen Mitarbeiterinnen. Wird das überhaupt funktionieren? Wie werden meine Kunden das aufnehmen? Mehr als 2 Wochen am Stück war ich in den vergangen 13 Jahren seit Agenturgründung noch nie auf Urlaub gewesen.

Aber jetzt hatte sich – auch durch 2 Jahre Corona – schon ein recht hoher Stresspegel angestaut. Rechtzeitig zu Sommerbeginn tauchte daher eine schon länger schlummernde Idee auf: Wir – die 3-köpfige Familie samt zwei Katzen – verlegen unseren Lebensmittelpunkt für 4 Wochen nach Italien. Da mein Mann und ich beide selbständig sind, war das recht einfach umzusetzen. Unser Plan: Das italienische Lebensgefühl an der Adria genießen, entschleunigen, neue Kraft tanken und dabei trotzdem jeden Tag einige Stunden arbeiten.

Übrigens: Dass man das heute Workation nennt, wusste ich vorher nicht. Erst meine Mitarbeiterin hat diesen Begriff eine Woche nach meiner Abreise erwähnt.

Wir machten uns also an die Umsetzung unserer Pläne. Mieteten ein schönes modernes Haus inmitten von schattigen Pinienhainen, nur 10 Minuten zu Fuß entfernt von langen Sandstränden. Als Arbeitsplatz bot unsere neue Bleibe ein gekühltes Zimmer im Souterrain, das auch für meine Online-Vortragstätigkeit bestens geeignet war.

Mein typischer Arbeitstag begann in Bella Italia mit einer Yoga-Einheit auf der Terrasse und einer ruhigen Radrunde zum Strandcafé zu Cappuccino und Cornetto. Erfreulicherweise war das Radwegnetz in unserem Urlaubsort wunderbar ausgebaut und Räder, E-Bikes und E-Scooter konnten einfach und unkompliziert via App gemietet werden.

Nach Sport und Frühstück startete ich in meinen Arbeitstag, der sich nicht wesentlich von meiner Arbeitsroutine zuhause unterschied. Tägliche Abstimmung mit meinem Team in Wien, Online-Calls, online Trainings und Vorträge. Auch wir als Agentur sind in den vergangenen Jahren zusehends digital geworden. Klassische Medienarbeit und persönliche Kontakte sind immer noch ein Kernpunkt unserer Arbeit. Jedoch sind auch Online-PR und LinkedIn-PR bei uns zum fixen Standard geworden. Das ermöglicht uns mehr örtliche Flexibilität.

Je nach Arbeitsaufkommen begann meine freie Zeit am frühen oder späteren Nachmittag. Dann genossen wir unsere Quality-Time mit ausgiebigem baden im Meer und verschiedenen gemeinsamen Aktivitäten bis Sonnenuntergang.

Da wir die Region schon gut kennen und die Temperaturen recht hoch waren, standen nicht allzu viele Ausflüge am Programm. So stellte sich nach kurzer Zeit eine gewisse Routine und das Gefühl, wirklich hier zu leben ein. Die alltäglichen Besorgungen in Ruhe zu erledigen, das Meeresklima zu genießen, die Zeit mit der Familie abseits vom Alltag zuhause und vor allem die Tatsache, nicht schon am Anfang des Urlaubs die Tage bis zur Abreise zu zählen, empfand ich als sehr entspannend und erholsam.

Mein Fazit zu meiner ersten Workation: Der Druck ist raus, auch der Urlaubsdruck. Das alljährliche Gefühl, viel erleben zu müssen oder bestmögliche Erholung in kürzester Zeit zu erreichen, fiel einfach weg. Natürlich ist es etwas anderes, als der Urlaub den man sonst gewohnt ist, aber – Hand aufs Herz – oft ist es doch auch in einem Urlaub, der nicht als Workation geplant ist so, dass die Arbeit einen (zumindest geistig) ständig begleitet. Mich haben die vier Wochen wirklich davon überzeugt, dass Office und Urlaub sehr gut nebeneinander funktionieren. Mir ist auch aufgefallen, dass ein Ortswechsel der Kreativität guttut. Gerade in der PR sind oft kreative Prozesse gefragt und ich hatte das Gefühl, dass diese von der neuen Umgebung sehr profitiert haben. Irgendwie fühlte sich alles was man anfasste leichter an und die To-do’s ließen sich mit der Aussicht auf einen Nachmittag am Strand viel entspannter erledigen.

Workation-Erfahrungsbericht von Nina Strass-Wasserlof (www.strass-wasserlof.at)

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