Selbstversorgung gibt Teams besonders viel Freiheit. Essenszeiten lassen sich flexibel gestalten, die Küche wird zum gemeinsamen Treffpunkt und gerade bei längeren Workations entsteht eher das Gefühl eines gemeinsamen Hauses als eines Hotelaufenthalts.
Damit das funktioniert, muss die Unterkunft allerdings für eine Gruppe ausgelegt sein.
Eine vorhandene Küche bedeutet noch nicht, dass sich dort problemlos 20 oder 30 Personen selbst versorgen können.
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Besonders interessant ist Selbstversorgung für kleinere und mittlere Teams, die mehrere Tage zusammen verbringen und ihren Tagesablauf flexibel gestalten möchten.
Bei einer Workation kann das sehr gut funktionieren: Frühstück individuell, gemeinsames Mittagessen nach Bedarf und abends zusammen kochen. Auch bei einem lockeren Team-Offsite kann die gemeinsame Zubereitung eines Essens Teil der gemeinsamen Zeit sein.
Anders sieht es bei einer dicht geplanten Tagung aus. Wenn Workshops bis 18 Uhr laufen, anschließend 25 Personen kochen und danach noch aufgeräumt werden muss, wird aus der vermeintlichen Flexibilität schnell eine zusätzliche Aufgabe.
Die entscheidende Frage lautet deshalb:
Passt Selbstversorgung zu unserem Tagesablauf – oder kostet sie Zeit, die wir eigentlich anders nutzen möchten?
Bei Ferienhäusern wird die Eignung für größere Gruppen häufig über die Zahl der Schlafplätze definiert. Die Küche kann trotzdem kaum größer sein als in einem normalen Privathaushalt.
Für Teams sollte deshalb genauer geprüft werden: Gibt es genügend Kochflächen und Kühlschrankkapazität? Lassen sich größere Mengen gleichzeitig zubereiten? Ist ausreichend Geschirr vorhanden? Wie leistungsfähig ist der Geschirrspüler? Und können tatsächlich alle gemeinsam essen?
Gerade der letzte Punkt wird leicht übersehen. Eine Unterkunft für 20 Personen ist als Teamlocation wesentlich attraktiver, wenn auch 20 Personen gemeinsam an einem Tisch oder in einem zusammenhängenden Essbereich sitzen können.
Selbstversorgung bedeutet Organisation.
Lebensmittel müssen bestellt oder eingekauft, Getränke gekühlt, Mahlzeiten vorbereitet und anschließend Küche und Geschirr wieder in Ordnung gebracht werden.
Bei zehn Personen lässt sich das meist unkompliziert verteilen. Mit zunehmender Teamgröße wird daraus schnell eine eigene logistische Aufgabe.
Deshalb sollte vorab geklärt werden, ob das Team vollständig selbst kocht oder einzelne Leistungen zukauft. Häufig ist eine Mischform besonders praktisch: Frühstück selbst organisieren, mittags unkompliziert essen und für einen oder mehrere Abende Catering bestellen.
Selbstversorgung muss nicht bedeuten, dass jede Mahlzeit selbst gekocht wird.
Auch ein Kochabend und ansonsten geliefertes Essen kann gut zu einem Teamaufenthalt passen.
Bei einer Workation bietet Selbstversorgung viel Flexibilität. Da der normale Arbeitsalltag weiterläuft, können unterschiedliche Arbeits- und Pausenzeiten leichter berücksichtigt werden. Gleichzeitig wird die Küche häufig zu einem natürlichen Treffpunkt außerhalb der Arbeit.
Bei einem Offsite hängt die Entscheidung stärker von der Agenda ab. Ein gemeinsamer Kochabend kann gut zum Format passen. Während eines intensiven Workshop-Tages sollte das Team dagegen nicht zusätzlich mehrere Stunden für Einkauf und Essensvorbereitung einplanen müssen.
Bei klassischen Tagungen ist vollständige Selbstversorgung meist weniger naheliegend, insbesondere bei größeren Gruppen und engem Programm. Hier können organisierte Mahlzeiten und Kaffeepausen den Ablauf erheblich vereinfachen.
Viele Häuser zur Exklusivnutzung verfügen über eigene Küchen und große Gemeinschaftsbereiche. Das Team kann dadurch Arbeitszeiten, Mahlzeiten und gemeinsame Abende weitgehend selbst gestalten.
Gerade bei kleineren Gruppen kann daraus eine sehr private Atmosphäre entstehen.
Trotzdem sollte nicht nur geprüft werden, ob eine Küche vorhanden ist, sondern ob sie für die tatsächliche Gruppengröße konzipiert wurde.
Bei größeren Teams können mehrere Küchen, eine Gastro- oder Gemeinschaftsküche oder zusätzliches Catering entscheidend sein.
Bei Selbstversorgung spielt die Umgebung eine größere Rolle als bei Vollpension.
Ein Supermarkt in wenigen Minuten Entfernung macht spontane Einkäufe einfach. Bei einem abgelegenen Haus in den Bergen sieht das anders aus. Dort sollte möglichst vor der Anreise organisiert sein, wie Lebensmittel und Getränke zur Location kommen.
Manche Anbieter ermöglichen Lebensmittel- oder Getränkelieferungen, stellen Getränkekühlschränke bereit oder vermitteln Catering. Solche Leistungen können bei größeren Gruppen viel Organisation sparen.
Auch Kaffee, Wasser und Getränke während des Arbeitstags sollten von Anfang an mitgedacht werden.
Ein Team plant vier Nächte in einem exklusiv genutzten Haus. Gearbeitet wird tagsüber weitgehend normal. Morgens soll jeder flexibel frühstücken können, mittags gibt es einfache Mahlzeiten und für zwei Abende wird externes Catering bestellt. An den anderen Abenden kocht das Team gemeinsam.
Dafür braucht es nicht nur 16 Schlafplätze, sondern eine Küche mit ausreichender Kühl- und Kochkapazität, genügend Geschirr, einen leistungsfähigen Geschirrspüler und einen gemeinsamen Essbereich für alle.
Hinzu kommen natürlich die Anforderungen an die Arbeit:
16 Personen, passende Zimmer, geeignete Arbeitsbereiche, stabiles WLAN, ausreichend große Küche, gemeinsamer Essbereich und flexible Möglichkeiten für eigenes Kochen und Catering.
Damit wird Selbstversorgung zu einem passenden Teil der Workation und nicht zur zusätzlichen Belastung.
Das Team organisiert seine Mahlzeiten grundsätzlich selbst. Je nach Location können trotzdem Catering, Lieferdienste oder einzelne Mahlzeiten hinzugebucht werden.
Das lässt sich nicht allein über Quadratmeter bestimmen. Entscheidend sind Gruppengröße, Kochflächen, Kühlung, Ausstattung, Geschirrspüler und die Art der geplanten Mahlzeiten.
Ja, wenn die Location darauf ausgelegt ist. Eine gewöhnliche Ferienhausküche kann bei größeren Gruppen allerdings schnell zum Engpass werden.
Ja. Gerade für Teams ist das oft eine gute Lösung. Beispielsweise können Frühstück und Getränke selbst organisiert und Mittag- oder Abendessen geliefert werden.
Häufig ja, weil sie flexible Arbeits- und Essenszeiten ermöglicht. Bei größeren Teams sollte jedoch darauf geachtet werden, dass Einkauf, Kochen und Aufräumen nicht zu viel gemeinsame Arbeitszeit beanspruchen.
Nicht nur, ob eine Küche vorhanden ist, sondern für wie viele Personen sie tatsächlich ausgelegt ist und ob die gesamte Gruppe gemeinsam essen kann.
Eine Küche schafft Freiheit. Bei einer Teamreise kann sie aber auch zum Engpass werden.
Deshalb sollte die Entscheidung nicht einfach lauten: „Wir möchten selbst kochen.“
Besser ist:
Teamgröße → Tagesablauf → Mahlzeiten → Küchenkapazität → gemeinsamer Essbereich → Einkauf oder Lieferung → Location
So wird Selbstversorgung zu dem, was sie sein soll: eine flexible Möglichkeit, den gemeinsamen Aufenthalt nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten.
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