Bei 40 bis 70 Personen verändert sich die Location-Suche deutlich. Ein schönes Haus mit genügend Betten reicht nicht mehr aus. Zimmer, Tagungsräume, Breakouts, Verpflegung und Anreise müssen gleichzeitig zur Gruppe passen.
Ab etwa 40 Personen entscheidet nicht mehr nur die Unterkunft über den Erfolg der Veranstaltung, sondern das Zusammenspiel der gesamten Infrastruktur.
Deshalb sollte zuerst das Arbeitsformat feststehen – und erst danach die Location.
Die reine Teilnehmerzahl ist nur der Ausgangspunkt. Für eine passende Anfrage sollte geklärt sein, wie viele Personen übernachten, wie viele Einzelzimmer benötigt werden und wie das Team während des Aufenthalts arbeitet.
Eine Tagung mit 60 Personen, die fast ausschließlich gemeinsam im Plenum stattfindet, hat andere Anforderungen als ein Offsite derselben Größe mit sechs parallelen Workshops.
Für die Suche gilt deshalb:
Teamgröße → Übernachtung → Agenda → Plenum → Breakouts → Technik → Verpflegung → Anreise → Location
Gerade bei dieser Gruppengröße wird die Zimmerstruktur schnell zum Ausschlusskriterium.
Eine Unterkunft mit 70 Betten kann beispielsweise nur 35 Doppelzimmer besitzen. Benötigt das Unternehmen dagegen 55 oder 60 Einzelzimmer, ist sie trotz ausreichender Bettenzahl ungeeignet.
Deshalb sollten drei Angaben getrennt werden:
Teilnehmende → Übernachtungsgäste → benötigte Einzel- und Doppelzimmer
Bei größeren Gruppen lohnt es sich außerdem, früh zu klären, ob wirklich alle Teilnehmenden ein Einzelzimmer benötigen. Die Zimmeranforderung kann die Auswahl möglicher Locations erheblich verändern.
Für 50 oder 60 Personen ist ein ausreichend großes Plenum meist leicht zu finden. Schwieriger wird häufig die parallele Gruppenarbeit.
Teilt sich ein Team mit 60 Personen in sechs Gruppen, werden sechs gleichzeitig nutzbare Breakouts benötigt. Dabei sollten nicht nur Kapazität, sondern auch Akustik, Ausstattung und Wege berücksichtigt werden.
Ein Saal für 60 Personen macht noch keine Location für ein Offsite mit 60 Personen.
Entscheidend ist, ob das gesamte geplante Raumkonzept funktioniert.
Meetingräume →
Breakout-Räume →
Zwischen 40 und 70 Personen gewinnen professionelle Tagungshotels häufig an Bedeutung. Mehrere Veranstaltungsräume, ausreichend Einzelzimmer, Technik und Catering sind dort oft leichter gleichzeitig abzubilden.
Eine Exklusivlocation kann trotzdem besonders attraktiv sein – vor allem, wenn das Haus größenmäßig gut zur Gruppe passt.
Ein Hotel oder Seminarhaus mit beispielsweise 50 bis 60 Zimmern kann bei entsprechender Verfügbarkeit vollständig gebucht werden. So verbindet sich professionelle Infrastruktur mit einem eigenen Ort für das Team.
Je größer die Gruppe, desto interessanter kann ein Hotel-Buyout werden – sofern Hausgröße und Teamgröße zusammenpassen.
Exklusivlocations und Buyouts →
Tagungshotel vs. Exklusivlocation →
Die gleiche Gruppengröße kann völlig unterschiedliche Anforderungen erzeugen.
Bei einer Tagung stehen meist Plenum, Breakouts, Technik, Catering und ein reibungsloser Veranstaltungsablauf im Vordergrund.
Bei einem Offsite hängt der Raumbedarf besonders stark von der Agenda ab. Strategie- oder Workshopformate benötigen häufig mehrere parallele Arbeitsbereiche.
Bei einer Workation wird es anspruchsvoller: 60 Menschen sitzen nicht nur gemeinsam in einzelnen Sessions, sondern arbeiten gleichzeitig an ihren normalen Aufgaben.
Dann werden ausreichend Arbeitsplätze, Steckdosen, stabiles WLAN sowie mehrere Räume für Meetings und Videocalls benötigt.
Für größere Workations muss die Location eher wie ein temporärer Arbeitscampus funktionieren.
Arbeitsorganisation bei der Workation →
Mit 50 oder 60 Personen wird Catering zur Logistikfrage.
Es reicht nicht, dass ein Restaurant grundsätzlich 60 Plätze hat. Entscheidend ist, ob die gesamte Gruppe innerhalb der geplanten Pause versorgt werden kann.
Bei arbeitsintensiven Tagungen und Offsites ist eine organisierte Vollverpflegung häufig praktisch, weil Mahlzeiten und Pausen direkt in die Agenda integriert werden können.
Bei einer längeren Workation kann Halbpension mehr Freiheit während des Arbeitstags bieten.
Selbstversorgung wird bei dieser Gruppengröße dagegen deutlich anspruchsvoller und funktioniert vor allem in Häusern, deren Küchen- und Essbereiche tatsächlich darauf ausgelegt sind.
Je größer die Gruppe, desto unwahrscheinlicher ist es, dass alle Teilnehmenden auf dieselbe Weise anreisen.
Eine Location sollte deshalb nicht nur nach ihrer Entfernung zum Unternehmensstandort bewertet werden. Relevant ist die gesamte Reisekette.
Bei guter Bahnanbindung kann ein gemeinsamer Shuttle für die letzte Strecke sinnvoll sein. Bei internationalen Teams kann dagegen die Erreichbarkeit eines Flughafens stärker ins Gewicht fallen.
Auch innerhalb der Location sollten die Wege stimmen. Wenn Plenum, Breakouts, Zimmer und Restaurant weit auseinanderliegen, summieren sich Wechsel bei 60 Personen schnell zu einem organisatorischen Faktor.
Ein Unternehmen plant ein zweitägiges Offsite mit einer Übernachtung. Fast alle Teilnehmenden benötigen Einzelzimmer.
Am ersten Tag arbeitet die Gruppe gemeinsam im Plenum und anschließend in sechs
kleineren Gruppen. Abends ist ein gemeinsames Dinner geplant.Eine konkrete Anfrage könnte lauten:
58 Teilnehmende, zwei Tage, eine Übernachtung, 52 Einzelzimmer, Plenum für 58 Personen in parlamentarischer Bestuhlung, sechs parallele Breakouts, Bildschirm, zwei Funkmikrofone, Vollverpflegung, gemeinsame Anreise per Bahn und Shuttle ab Bahnhof.
Damit lässt sich eine Location wesentlich zuverlässiger beurteilen als mit:
„Tagungshotel für etwa 60 Personen gesucht.“
Vor allem Tagungshotel, größere Seminarhäuser und entsprechend dimensionierte Exklusivlocations. Entscheidend sind Zimmerstruktur und Raumkonzept.
Das hängt von Übernachtungszahl und gewünschter Belegung ab. Teilnehmerzahl, Übernachtungsgäste und benötigte Einzelzimmer sollten immer getrennt angegeben werden.
Das ergibt sich aus der Agenda. Arbeiten sechs Gruppen gleichzeitig, werden sechs geeignete Breakout-Bereiche benötigt.
Ja. Gerade kleinere Hotels oder größere Seminarhäuser können größenmäßig gut zu solchen Gruppen passen. Wichtig ist, den genauen Umfang der Exklusivnutzung zu klären.
Neben Zimmern und Gemeinschaftsflächen vor allem viele gleichzeitig nutzbare Arbeitsplätze, leistungsfähiges WLAN sowie ausreichend Bereiche für Meetings und Videocalls.
Vor allem die Kombination aus Einzelzimmern, Breakouts, Cateringkapazität und Anreise. Eine Location muss alle Anforderungen gleichzeitig erfüllen.
Zwischen 40 und 70 Personen muss eine Location nicht möglichst groß sein. Sie muss an den richtigen Stellen ausreichend Kapazität besitzen.
Ein Hotel mit 100 Zimmern kann ungeeignet sein, wenn Breakouts fehlen. Ein kleineres Haus kann dagegen hervorragend passen, wenn Zimmerzahl, Arbeitsräume und Catering genau auf die Gruppe abgestimmt sind.
Teamgröße → Übernachtung → Agenda → Plenum → Breakouts → Technik → Verpflegung → Anreise → Location
So wird aus „Wir suchen etwas für 60 Personen“ ein Anforderungsprofil, mit dem sich wirklich passende Häuser finden lassen.
Nennt uns Termin, Teilnehmerzahl, Übernachtungs- und Einzelzimmerbedarf, Plenum, Breakouts, Verpflegung und gewünschte Region.
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