Eine gemeinsame Workation wird nicht nur unmittelbar positiv erlebt. Eine Befragung von Teilnehmenden einer Team-Workation der OPED GmbH deutet darauf hin, dass positive Veränderungen bei Produktivität und Teamzusammenhalt auch einen Monat später noch wahrgenommen werden.
Das macht die Untersuchung besonders interessant. Denn entscheidend ist nicht nur, wie sich eine Workation während der Reise anfühlt, sondern ob positive Effekte auch nach der Rückkehr in den normalen Arbeitsalltag bestehen bleiben.

Untersucht wurden unter anderem die wahrgenommene Produktivität und der Teamzusammenhalt.
Nach der Workation lagen die erhobenen Werte nach Angaben der ursprünglichen Auswertung signifikant über dem Ausgangsniveau.
Die Teilnehmenden bewerteten ihre Situation damit nach der gemeinsamen Workation besser als zuvor.
Das ist bereits ein relevanter Befund. Mitarbeitende erleben ihre tägliche Arbeit unmittelbar und können sehr gut einschätzen, ob sie sich produktiv fühlen, wie sie die Zusammenarbeit im Team erleben und ob sich der Zusammenhalt verändert hat.
Besonders aussagekräftig wird die Untersuchung durch die erneute Befragung.
Einen Monat nach der Workation lagen die erhobenen Werte weiterhin signifikant über den Werten vor der Reise.
Der positive Effekt war damit nicht nur ein kurzfristiger Eindruck unmittelbar nach einem besonderen gemeinsamen Erlebnis.
Die Befragung deutet vielmehr darauf hin, dass positive Veränderungen auch nach der Rückkehr in den normalen Arbeitsalltag fortbestehen können.
Produktivität lässt sich auf unterschiedliche Weise betrachten.
Unternehmen können Output, Umsatz oder die Zahl erledigter Aufgaben messen. Gleichzeitig gibt es die Perspektive der Mitarbeitenden selbst.
Sie können beurteilen, ob sie konzentriert arbeiten konnten, ob sie Aufgaben gut bewältigen, ob sie sich leistungsfähig fühlen und wie produktiv sie ihre eigene Arbeit erleben.
Gerade für die Untersuchung einer Arbeitsform wie Workation ist diese Perspektive wichtig.
Die Befragung zeigt deshalb nicht, um wie viel Prozent der objektive Unternehmensoutput gestiegen ist. Sie zeigt aber, dass die Mitarbeitenden ihre Produktivität nach der Workation besser einschätzten und dieser Unterschied auch einen Monat später noch vorhanden war.
Das ist ein positiver und für die Unternehmenspraxis relevanter Befund.
Ähnliches gilt für den Teamzusammenhalt.
Ob Kommunikation leichter fällt, Vertrauen vorhanden ist, Kolleginnen und Kollegen sich besser kennen oder die Zusammenarbeit als enger erlebt wird, können die Mitglieder eines Teams aus ihrer täglichen Zusammenarbeit heraus beurteilen.
Eine Team-Workation schafft dafür besondere Voraussetzungen.
Teams arbeiten nicht nur gemeinsam. Sie essen zusammen, verbringen Freizeit miteinander, führen informelle Gespräche und erleben sich außerhalb der etablierten Bürostrukturen.
Dass der Teamzusammenhalt nach der Workation besser bewertet wurde und dieser Unterschied einen Monat später noch sichtbar war, spricht für eine nachhaltige positive Wirkung des gemeinsamen Aufenthalts aus Sicht der Teilnehmenden.
Der Befund steht nicht isoliert.
In unserer Analyse von Workation-Erfahrungsberichten gehören Produktivität, Kreativität, Wohlbefinden sowie Teambuilding und Zusammenarbeit zu den wichtigsten positiv beschriebenen Wirkungsfeldern.
Die beiden Untersuchungen ergänzen sich damit gut.
Die Erfahrungsberichte zeigen, welche positiven Wirkungen Menschen nach Workations beschreiben.
Die Teilnehmerbefragung zeigt zusätzlich, dass positive Bewertungen auch einen Monat später noch vorhanden sein können.
Aus einer einzelnen Untersuchung lässt sich nicht ableiten, dass jede Team-Workation bei jedem Unternehmen dieselben Effekte erzielt.
Die Ergebnisse liefern aber einen wichtigen Hinweis:
Die positive Wahrnehmung einer Team-Workation scheint nicht zwingend > mit der Rückkehr nach Hause zu enden. Produktivität und > Teamzusammenhalt wurden auch einen Monat später noch besser bewertet > als vor der Workation.
Damit deutet die Befragung auf eine nachhaltige Wirkung über das unmittelbare Workation-Erlebnis hinaus hin.
Weitere Messungen nach mehreren Monaten und bei zusätzlichen Teams könnten künftig zeigen, wie lange diese Effekte anhalten und unter welchen Bedingungen sie besonders stark ausfallen.
Untersucht wurde eine Team-Workation der OPED GmbH.
Teilnehmende wurden im Zusammenhang mit der Workation zu verschiedenen Bereichen befragt. Eine weitere Befragung fand einen Monat nach der Workation statt.
Zu den betrachteten Dimensionen gehörten unter anderem wahrgenommene Produktivität und Teamzusammenhalt.
Die ursprüngliche Veröffentlichung berichtet signifikant bessere Werte nach der Workation und weiterhin signifikant bessere Werte einen Monat später.
Die öffentlich zugängliche Auswertung nennt keine Stichprobengröße, Effektgrößen oder Details der statistischen Tests. Deshalb lässt sich die Größe des Effekts nicht beziffern. Der zeitliche Verlauf der Befragung liefert jedoch einen klaren Hinweis darauf, dass die von den Teilnehmenden wahrgenommenen positiven Veränderungen über die Workation hinaus Bestand hatten.
Quelle: /blog/einen-monat-nach-der-workation-war-alles-umsonst
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