Eine Location am See schafft etwas, das sich nur schwer planen lässt: Nach dem Workshop geht das Team gemeinsam ans Wasser, die Mittagspause findet draußen statt und am Abend braucht es oft kein großes Programm.
Für Teams ist diese Lage deshalb besonders attraktiv. Entscheidend ist aber, dass nicht nur der See überzeugt.
Eine gute Location am See verbindet Arbeitsfähigkeit mit einem Ort, an dem das Team auch außerhalb des Programms gerne zusammenbleibt.
Zwischen „Seelage“ und tatsächlich direkt am Wasser können große Unterschiede liegen.
Manche Locations besitzen einen eigenen Seezugang oder Steg. Bei anderen liegt der See wenige Gehminuten entfernt. Wieder andere werben mit Seelage, obwohl für den Weg zum Wasser ein Auto notwendig ist.
Für ein Team ist deshalb weniger die Bezeichnung entscheidend als die konkrete Nutzung:
Wie schnell und unkompliziert kommt das Team tatsächlich ans Wasser?
Soll der See selbstverständlich in Pausen und Feierabend eingebunden werden, ist eine fußläufige Lage besonders wertvoll. Ein privater Seezugang kann zusätzlich interessant sein, ist aber keineswegs Voraussetzung für eine gute Teamlocation.
Ein Ferienhaus am Wasser kann ein großartiger Urlaubsort und trotzdem ungeeignet für eine Workation oder ein Offsite sein.
Für gemeinsame Arbeit braucht es ausreichend große Räume, gutes WLAN und je nach Format zusätzliche Arbeitsbereiche. Bei einer Tagung zählen außerdem Bestuhlung und Technik, bei einem Workshop die Möglichkeiten für parallele Gruppen.
Seeblick allein reicht nicht.
Gerade bei Workations sollte geprüft werden, ob mehrere Personen gleichzeitig arbeiten, telefonieren und Videocalls führen können.
Meetingräume für Teams →
Breakout-Räume →
Der große Vorteil liegt in der Verbindung von Arbeit und gemeinsamer Zeit.
Ein Spaziergang am Ufer benötigt keine lange Planung. Eine Pause kann spontan nach draußen verlegt werden. Je nach Location sind Schwimmen, SUP, Bootfahren oder einfach ein gemeinsamer Abend am Wasser möglich.
Das passt besonders gut zu Offsites, bei denen neben konzentrierter Arbeit auch informelle Gespräche wichtig sind.
Bei Workations liegt der Reiz etwas anders: Der normale Arbeitsalltag läuft tagsüber weiter. Vor der Arbeit, in Pausen und am Abend schafft die Umgebung einen deutlichen Kontrast zum Büro oder Homeoffice.
Dabei muss nicht jeder Programmpunkt zur Teamaktivität werden. Oft ist gerade die Möglichkeit wertvoll, nach einem Arbeitstag einfach gemeinsam am Wasser zu sitzen.
Für kleinere Teams können Ferienhäuser, Gutshäuser oder Seminarhäuser am See besonders interessant sein. Passt die Größe des Hauses zur Gruppe, lässt sich die Location teilweise komplett übernehmen.
Das schafft einen eigenen Ort für das Team und macht Gemeinschaftsflächen flexibler nutzbar.
Bei größeren Gruppen können Hotels am See Vorteile bieten, weil Zimmer, Meetingräume und Verpflegung professionell organisiert sind.
Tagungshotel vs. Exklusivlocation →
Entscheidend bleibt das Arbeitsformat. Eine exklusive Villa mit Seezugang ist keine gute Alternative zum Tagungshotel, wenn für 50 Personen Plenum und sechs Breakouts benötigt werden und diese Räume fehlen.
Bei abgelegenen Seen kann die Lage Teil des Reizes sein. Sie kann aber auch zusätzliche Organisation bedeuten.
Restaurants, Einkaufsmöglichkeiten und Bahnhöfe liegen möglicherweise weiter entfernt. Dann werden Voll- oder Halbpension sowie ein organisierter Transfer interessanter. Bei kleineren Teams in einem eigenen Haus kann dagegen Selbstversorgung gut funktionieren.
Selbstversorgung →
Halbpension →
Vollpension →
Auch die Jahreszeit spielt eine Rolle. Im Sommer steht das Wasser stärker im Mittelpunkt, während im Herbst oder Winter Ruhe und Landschaft ihren eigenen Reiz haben.
Ein guter Test für die Location lautet deshalb:
Würde unser Aufenthalt auch funktionieren, wenn wir den See zwei Tage lang kaum nutzen können?
Wenn Arbeitsräume, Gemeinschaftsbereiche und Verpflegung auch bei Regen funktionieren, wird die Seelage zum zusätzlichen Vorteil und nicht zur Voraussetzung für ein gelungenes Offsite.
Ein Team plant drei gemeinsame Tage. Vormittags wird im Plenum gearbeitet, nachmittags teilweise in vier kleineren Gruppen. Nach dem Programm soll möglichst keine weitere Fahrt notwendig sein.
Eine konkrete Anfrage könnte lauten:
24 Personen, zwei Nächte, möglichst 24 Einzelzimmer, See fußläufig erreichbar oder direkt am Haus, Plenum für alle, vier Breakout-Bereiche, Halbpension oder Vollpension, stabiles WLAN und gemeinsamer Aufenthaltsbereich.
So wird deutlich, welche Rolle der See tatsächlich spielt: Er soll den gemeinsamen Aufenthalt bereichern, während die Location selbst alle funktionalen Anforderungen erfüllt.
Wenn der See spontan in Pausen und Feierabend genutzt werden soll, ist eine fußläufige Lage ideal. Direkter Seezugang ist attraktiv, aber nicht zwingend erforderlich.
Je nach Gruppengröße kommen Ferienhäuser, Land- und Gutshäuser, Seminarhäuser sowie kleinere und größere Hotels infrage. Entscheidend sind Zimmer, Arbeitsräume und Verpflegung.
Ja. Besonders interessant ist die Kombination aus funktionierendem Arbeitsalltag und unkomplizierter gemeinsamer Zeit am Wasser. WLAN und Arbeitsmöglichkeiten sollten allerdings zuerst geprüft werden.
Nicht unbedingt. Er kann ein großer Vorteil sein, besonders wenn das Team das Wasser intensiv nutzen möchte. Häufig reicht aber eine wirklich kurze und unkomplizierte Entfernung zum Ufer.
Bei SUP, Booten oder anderen Wasseraktivitäten sollte geklärt werden, was die Location selbst anbietet und welche organisatorischen oder sicherheitsrelevanten Vorgaben gelten.
Ja. Gerade außerhalb der Hauptsaison können Seen sehr ruhig sein. Wichtig ist dann umso mehr, dass ausreichend gute Innenräume für Arbeit und gemeinsame Zeit vorhanden sind.
Die Lage am Wasser kann aus einer guten Teamlocation einen besonderen Ort machen. Sie kann aber keine fehlenden Zimmer, schlechte Arbeitsräume oder komplizierte Verpflegung ausgleichen.
Deshalb sollte die Reihenfolge stimmen:
Teamgröße → Arbeitsformat → Zimmer → Meetingräume → Verpflegung → Anreise → Gemeinschaftsflächen → See-Lage
Und erst danach stellt sich die schönste Frage:
Wie nah ist das Wasser?
Locations am See durchsuchen →
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