Eine gute Team-Workation beginnt nicht mit der Frage, welche Finca, welches Ferienhaus oder welches Hotel am schönsten aussieht.
Zuerst sollte feststehen, wie euer Team vor Ort leben und vor allem arbeiten soll.
Ziel → Teamgröße → Dauer → Arbeitsweise → Zimmerbedarf → Verpflegung → Anreise → Location
Erst wenn diese Punkte geklärt sind, lässt sich beurteilen, welche Unterkunft tatsächlich passt.
Passende Location für eure Team-Workation anfragen →
Eine Workation ist kein klassisches Offsite. Der normale Arbeitsalltag läuft grundsätzlich weiter. Trotzdem sollte klar sein, warum das Team gemeinsam verreist.
Geht es vor allem darum, als Remote- oder Hybridteam wieder mehrere Tage am selben Ort zu arbeiten, persönlichen Austausch zu fördern, neue Mitarbeitende besser ins Team einzubinden oder normalen Arbeitsalltag mit einzelnen gemeinsamen Sessions zu verbinden?
Eine Workation braucht kein komplexes Veranstaltungsziel. Sie sollte aber einen guten Grund haben.
Workation = Wir verlagern unseren Arbeitsalltag.
Wenn dagegen mehrere Tage fast vollständig für Strategie, Workshops oder Entscheidungen reserviert sind, passt möglicherweise ein Offsite besser.
Als Nächstes sollte möglichst realistisch feststehen, wer mitreist.
Die Teilnehmerzahl beeinflusst fast alles Weitere: Zimmerbedarf, Arbeitsplätze, Meetingräume, Verpflegung, Transfers und die Auswahl der Location.
Bei einer Team-Workation sollte außerdem früh geklärt werden, ob die Teilnahme freiwillig oder verpflichtend ist und ob alle Mitarbeitenden den geplanten Zeitraum mit privaten Verpflichtungen vereinbaren können.
Die Dauer sollte zur Anreise und zum Arbeitsmodell passen.
Für eine Location in der Nähe können drei oder vier Nächte bereits gut funktionieren. Bei einer aufwendigeren Anreise ins Ausland kann ein längerer Aufenthalt sinnvoller sein.
Je aufwendiger die Anreise, desto mehr gemeinsame Zeit sollte vor Ort bleiben.
Bei längeren Workations verändern sich außerdem die Anforderungen an die Unterkunft. Gute Arbeitsplätze, Rückzugsmöglichkeiten und Alltagstauglichkeit werden wichtiger.
Wie lange sollte eine Workation dauern? →
Das ist einer der wichtigsten Planungsschritte.
Nicht fragen: „Brauchen wir einen Meetingraum?"
Sondern: „Was machen unsere Mitarbeitenden an einem normalen Dienstagvormittag?"
Vielleicht arbeiten von 25 Personen 15 überwiegend individuell, sechs sitzen regelmäßig in Videocalls und vier arbeiten gemeinsam an einem Projekt. Einmal täglich kommt das gesamte Team zusammen.
Aus dieser Beschreibung ergibt sich der tatsächliche Raumbedarf wesentlich besser als aus der Teilnehmerzahl allein.
Relevant sind insbesondere individuelle Arbeitsplätze, ruhige Bereiche für konzentrierte Arbeit, Räume oder Bereiche für parallele Videocalls, ein gemeinsamer Meetingraum, gegebenenfalls Breakout-Räume und stabiles WLAN.
Arbeitsorganisation bei der Workation →
Bei einer Workation ist die Internetverbindung Teil der Arbeitsinfrastruktur.
Entscheidend ist nicht, ob WLAN grundsätzlich vorhanden ist, sondern ob es für die tatsächliche Nutzung ausreicht. 30 Personen mit Laptops und mehreren parallelen Videocalls stellen andere Anforderungen als zehn Urlaubsgäste.
Vor der Buchung sollte deshalb geklärt werden, ob die Verbindung stabil ist, für die gesamte Gruppe reicht, alle Arbeitsbereiche abdeckt und parallele Videocalls zuverlässig ermöglicht.
Bettenzahl und Zimmerzahl sind nicht dasselbe.
Eine Unterkunft für 30 Personen kann 30 Betten, aber vielleicht nur zwölf Schlafzimmer haben.
Für die Kalkulation sollte deshalb feststehen:
Teilnehmerzahl → benötigte Schlafzimmer → gewünschte Einzel- und Doppelzimmer
Wenn alle Teilnehmenden ein Einzelzimmer benötigen, sollte das von Anfang an im Briefing stehen.
Eine Team-Workation kann in sehr unterschiedlichen Unterkünften funktionieren.
Kleinere Teams können Ferienhäuser, Villen, Landhäuser oder kleine Hotels nutzen. Mit wachsender Teamgröße werden Hotels und professionell organisierte Gruppenunterkünfte häufiger interessant.
Ein Hotel bietet meist mehr Service, viele Einzelzimmer und eingespielte Verpflegung. Eine Exklusivlocation kann dafür mehr Privatsphäre und eine stärkere gemeinsame Atmosphäre schaffen.
Entscheidend ist nicht die Kategorie, sondern ob die Unterkunft gleichzeitig als Schlafort, Arbeitsplatz und gemeinsamer Aufenthaltsort funktioniert.
Selbstversorgung kann bei kleineren Teams gut funktionieren und selbst Teil der gemeinsamen Zeit sein. Einkauf, Kochen und Aufräumen verursachen allerdings zusätzlichen Aufwand.
Locations mit Selbstversorgung →
Halbpension organisiert Frühstück und Abendessen, während der Arbeitstag flexibel bleibt.
Vollpension reduziert den organisatorischen Aufwand und wird mit zunehmender Gruppengröße interessanter.
Nicht nur der Preis sollte entscheiden. Auch die Zeit für Einkauf, Restaurantorganisation, Kochen und Abrechnung gehört zur Rechnung.
Eine außergewöhnliche Location hilft wenig, wenn ein großer Teil der gemeinsamen Zeit für die An- und Abreise verloren geht.
Nicht nur die Entfernung betrachten, sondern die komplette Reisekette:
Ausgangsort → Bahnhof/Flughafen → Hauptreise → letzter Transfer → Location
Bei verteilten Teams sollte die Erreichbarkeit nicht nur vom Firmensitz aus bewertet werden.
Workation in Deutschland oder im Ausland →
Berge, Meer oder See sind nicht nur eine Frage des Geschmacks.
Die Umgebung bestimmt, was vor und nach der Arbeit ohne großen organisatorischen Aufwand möglich ist. Eine gute Workation braucht nicht jeden Abend ein geplantes Teamevent.
Workation in den Bergen oder am Meer →
Eine Workation sollte nicht zu einem mehrtägigen Pflichtprogramm werden.
Wer tagsüber normal arbeitet, braucht dafür ausreichend Zeit und Konzentration. Ein Workshop, ein gemeinsames Abendessen oder eine Aktivität können den Aufenthalt ergänzen.
Eine gute Workation schafft Gelegenheiten für gemeinsame Zeit, ohne Gemeinschaft permanent zu organisieren.
Der Zimmerpreis allein ist kein sinnvoller Vergleichswert.
Unterkunft + Verpflegung + Anreise + Transfers + Arbeitsräume + Aktivitäten + Nebenkosten = Gesamtkosten der Workation
Ein günstiges Ferienhaus kann durch Catering, Mietwagen und zusätzliche Arbeitsräume am Ende teurer werden als ein zunächst höherpreisiges Hotel.
Deshalb sollten Angebote auf Basis der Gesamtkosten pro Person verglichen werden.
Workation-Kosten richtig planen →
Bei einer Workation innerhalb Deutschlands stehen vor allem organisatorische und arbeitsbezogene Fragen im Vordergrund.
Bei einer Workation im Ausland können zusätzlich arbeitsrechtliche, steuerliche, sozialversicherungsrechtliche, aufenthaltsrechtliche und versicherungsbezogene Themen relevant werden.
Diese Fragen sollten geklärt werden, bevor die Reise verbindlich gebucht wird.
Workation im Ausland: Recht & Steuern
→
Versicherung bei Workations
→
Workation-Policy für Unternehmen
→
Vor der Location-Suche sollten mindestens diese Punkte feststehen:
Frage Geklärt?
Was ist das Ziel der Workation? ☐
Wie viele Personen reisen mit? ☐
Wie lange soll die Workation ☐ dauern?
Wie viele Einzel- und Doppelzimmer ☐ werden benötigt?
Wie arbeitet das Team vor Ort? ☐
Wie viele Videocalls laufen ☐ parallel?
Wird ein gemeinsamer Meetingraum ☐ benötigt?
Werden Breakout-Räume benötigt? ☐
Welche Verpflegung ist gewünscht? ☐
Wie soll das Team anreisen? ☐
Welche Umgebung wird bevorzugt? ☐
Ist Exklusivnutzung wichtig? ☐
Welches Gesamtbudget steht zur ☐ Verfügung?
Welche rechtlichen und versicherungsbezogenen Punkte sind zu prüfen?
Ausführliche Workation-Checkliste →
Mit der Location beginnen. Schöne Bilder sagen wenig darüber aus, ob Arbeitsweise, Zimmerbedarf und Anreise funktionieren.
Betten mit Zimmern verwechseln. Für Teams ist entscheidend, wie viele tatsächlich nutzbare Einzel- und Doppelzimmer vorhanden sind.
Den Arbeitsalltag unterschätzen. Kundentermine, Videocalls und konzentrierte Einzelarbeit laufen weiter.
Zu viel Programm planen. Eine Workation ist keine mehrtägige Abfolge aus Workshops und Teambuilding.
Die Anreise unterschätzen. Für wenige gemeinsame Tage sollte nicht unverhältnismäßig viel Zeit unterwegs verloren gehen.
Gemeinschaftsflächen vergessen. Die gemeinsame Zeit außerhalb der Arbeit ist ein wesentlicher Teil einer Team-Workation.
Mindestens Teamgröße, Dauer, Zimmerbedarf, Arbeitsweise, benötigte Räume, Verpflegung, gewünschte Region und Anreise.
Nicht zwingend. Entscheidend ist die tatsächliche Arbeitsweise. Wenn das gesamte Team gemeinsam zusammenkommt, sollte dafür ein geeigneter Raum vorhanden sein. Für andere Teams sind mehrere kleine Callbereiche wichtiger.
Meist weniger als ein Offsite. Der normale Arbeitsalltag sollte genügend Raum behalten. Gemeinsame Sessions und Aktivitäten können gezielt ergänzt werden.
Eine Unterkunft, in der das Team nicht nur schlafen, sondern mehrere Tage zuverlässig arbeiten und gemeinsame Zeit verbringen kann.
Die sinnvolle Reihenfolge bleibt:
Ziel → Teamgröße → Dauer → Arbeitsweise → Zimmerbedarf → Verpflegung → Anreise → Location
So sucht ihr gezielt nach einem Ort, an dem euer Team tatsächlich arbeiten, wohnen und gemeinsam Zeit verbringen kann.
Nennt uns Termin, Teilnehmerzahl, Zimmerbedarf, Arbeitsweise, gewünschte Region, Verpflegung und eure weiteren Anforderungen.
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